Ein Abend mit den EELS

Event, Musik
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© Jaqueline Ehrhart

Sonntagabend –  da herrscht meist miese Stimmung da verkatert und der Wochenbeginn vor der Türe steht. Doch den Sonntag am 22. Juni werde ich mir rot einkreisen, doppelt und dreifach: Ich durfte mir einen langersehnten Wunsch erfüllen und die „EELS“ live im Konzerthaus bewundern. Mir tränen jetzt noch die Augen.

 Zuvor lauschten wir der eindrucksvollen a-cappella-Stimme vom Support-Act Mélanie De Biasio , die mich – gepaart mit den verzerrten, sehr jazzigen Riffs von Gitarristen Pascal Paulus – sehr traurig und melancholisch stimmte. Sehr schön und gut geeignet für einsame, verregnete Dezembertage. In der Pause holte ich mir ein neues Päckchen Taschentücher.

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© Jaqueline Ehrhart

„Guten Abend mein Schatzis, I had a wunderbar Schnitzel for dinner and now I`m ready for some BONER-rock-songs!“ Mit diesen Worten begrüßte uns Mark Oliver Everett , der für seine Verhältnisse sehr schick gekleidet und von Lichtkegeln beleuchtet, pünktlich um 21:15 auf der Bühne des Wiener Konzerthauses erschien – und gleich mit ein paar Songs vom neuen Album „The Cautionary Tales of Mark Oliver Everett“ loslegte. Alles sehr persönlich und natürlich in typischer EELS-Manier traurig und zugleich poppig verpackt, die absolute „ Ich bin bedrückt kann aber nicht aufhören zu lächeln“ -Kombination. Die rauchige, kratzige Stimme von „E“ als Krönung schaffte es dann noch eine Gänsehaut auf meine Gänsehaut zu zaubern.Ich willigte ein zu Phrasen wie „ Let’s have a drink to all the things that we went through“ und buhte lauthals bei der Zeile „The world has no use for one of my kind“ – natürlich braucht die Welt solche Ausnahmetalente wie Herrn Everett – was würden wir sonst mit all’ dieser Glückseligkeit und Freude auf der Welt anfangen?

 Aber auch er schien an diesem Abend besser gelaunt zu sein als sonst und verteilte während einer kurzen Pause Umarmungen im Publikum, machte Witze und setzte hier und da sogar zu einem Lächeln à la „ Life is funny, but not haha-funny“ an.

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© Jaqueline Ehrhart

Nach  der Hälfte des Konzerts wurden dann auch die restlichen Bandmitglieder aka „The Fellows“ vorgestellt – von Trompete über Kontrabass und Synthesizer (aka „Sad Machine“) bis hin zur Heimorgel und den üblichen Verdächtigen (Gitarre, Schlagzeug, Bass) war für jeden musikalischen Geschmack etwas dabei. Einzig das angekündete Streichensemble hat gefehlt, das schien jedoch 10 Minuten nach Auftrittsbeginn niemanden mehr gestört zu haben.

Nach knapp 1 ½ Stunden, vielen Standing Ovations,  erneuten Tränen meinerseits und einer dicken Zugabe verließen die EELS und Mr. Everett endgültig die Bühne mit den Worten: „Turn on your nightlight – I’m gone“. Ein wunderbarer Auftritt – der einzige negative Aspekt war wohl das zum-sitzen-verdonnert sein-obwohl-man-vor-lauter- Emotionen-Luftsprünge-machen-möchte. Traurig und froh zugleich über das Ende des Konzerts ging ich heim und konnte die ganze Nacht nicht schlafen – das Spektakel hat mich emotional aufgewühlt, aber im positiven Sinne, glaube ich zumindest.

Die Füchse bedanken sich bei den Veranstaltern, dem Wiener Konzerthaus, den wunderbaren Interpreten und der Firma „Tempo-Taschentücher“ für die Rettung dieses Sonntagabends.

Informationen rund um Mèlanie De Biasio gibt’s hier: http://melaniedebiasio.com/

Hier geht`s zur Homepage der EELS: http://www.eelstheband.com/

Weitere Chancen, die EELS live zu sehen, findet ihr hier: http://eelstheband.com/tourdates/

Redakteur: Alexius Ivo Baldissera

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