vague : EP Tempdays

Musik

VAGUE

Während Bilderbuch, Wanda und Konsorten die Landesgrenzen verlassen, um ihr Talent auch im musikalischen „Ausland“ unter Beweis zu stellen, tut sich musikalisch auch in Wien so einiges.

Die Rede ist von dem Quintett vague aus Wien/Berlin, dessen neue EP Tempdays (Siluh Records) ich mir die letzten Tage einverleiben durfte, also musikalisch gesehen. Das hat mich ganz besonders gefreut, kommen doch 3/5 der Besetzung von vague aus der selben Ecke wie ich, Tirol. Die Truppe um Gabriel Hyden, Simon Dallaserra und Co. macht schon länger Musik, kontinuierlich werden hier Klangwellen losgeschickt, die sich in den Köpfen der Leute brechen, und somit vielleicht auch in den Zeiten von elektronischer Tanzmusik dem Grunge und Post-Punk-Rock zu neu gewonnener Popularität verhelfen. Velvet Underground, Joy Division, sie leben hoch!

Vague

Beim Anhören der Scheibe fällt einem sofort auf, dass die Gitarre hier das Sagen hat und in der musikalischen Hierarchie wohl ganz weit oben steht. Die Stimmen, teils melodisch und anmutig, teils abwesend, ja auch lethargisch klingend, wurden wohl extra leiser gedreht, um den Instrumenten den Platz zu geben, den sie brauchen. Der Gesang als Mittel zum Zweck, die Instrumente zum aus der Reihe tanzen. Eine ganz eigene Kombination, die hier Songs mit definitivem Ohrwurmcharakter erzeugt: Nothing Again z.B., ein Stück,  das stark an ältere Bands wie The Pixies oder The Cure erinnert, leicht vor sich hin plätschernd in guter Post-Grunge-Punk Manier. Oder Black Sheep, ein Track der im Prinzip nur aus einer Gesangszeile plus Variationen besteht. Hin und wieder kommt Gitarrengedudel hinzu, konstant ertönt der Bass. Das alles vermittelt eine sehr nachdenkliche Atmosphäre, die einen jedoch stets nach vorne pusht und das Gefühl überbringt, leicht unter Strom zu stehen. Irgendwo zwischen der Ruhe und dem Sturm. Schön.

Wie eine Welle bleiben auch vague stets in Bewegung, in nächster Zeit kann man sie in Paris (15.2), Hamburg (18.2), Berlin (21.2), Maastricht (23.2), Brighton (25.2) und London (26.2) sehen.

vague1

Ach ja, passt nur auf, dass ihr nicht aus Versehen ein Konzert der gleichnamigen Band vague aus Indonesien besucht. Die touren wohl auch grad durch Europa, haben aber dunklere Haare.

Weiter Infos zu vague.

Reinhören in die EP könnt ihr HIER !!!

Die indonesische Band müsst ihr allerdings selbst googeln.

Redakteur: Alexius Ivo Baldissera

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