Vague – Land

Event, Musik

Wellen kommen für gewöhnlich nicht alleine. Und so ist es auch bei den Alben der Band Vague. 3 Jahre nach dem Debütwerk In The Meantime präsentiert die Wiener Truppe mit Land nun einen würdigen Nachfolger.

Welle, Land, Flow – Auf einer (Klang-)Welle mit Vague 

14 Songs. 44 Minuten Spielzeit oder einfach 1 Gesamtwerk. Das ist Land (Release: 1. Juni, Siluh Records). Das zweite Album von Vague – Konstantin Heidler (Gitarre, Gesang), Gabriel Hyden (Gitarre, Gesang), Simon Dallaserra (Gitarre, Gesang), Juan Marhl (Bass) und Gregor Apfalter (Drums, Percussion) – wirkt bereits beim ersten Durchhören äußert kompakt und durchdacht. Songs fließen ineinander, Emotionen wechseln sich ab, Melancholie trifft Heiterkeit, das Bedenken den Leichtsinn. 

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© Kevin Pham

Die musikalische Handschrift von Vague macht sich ab dem ersten Song bemerkbar. Man weiß bereits, wie man diese Welle nehmen muss. Wie beim zweiten Surfgang – bei dem man schon sicherer auf dem Brett steht – klingt auch Land anspruchsvoller und ausgereifter als noch das Vorgängeralbum, an jeder Ecke warten neue musikalische Facetten darauf, die Gehörgänge zu überraschen. Oder neue Instrumente wie das Saxophon von Vitus Denifl, der bereits im ersten Song Camry nicht mehr zu halten ist. Auch die Keyboard Sounds und der Drumcomputer sind neu dazugekommen, fügen sich aber sehr gut in das restliche Klanggebilde ein. Wie heißt es so schön: Wer vaguet, der gewinnt.

Gleichgeblieben ist die Anzahl der Sänger (3!). Das sorgt auch weiterhin für viele unterschiedliche Inputs in der Band und erklärt das breite Genre-Feld, in dem sich die fünf Jungs musikalisch bewegen.
Viele Songs entstehen auch durch reines Experimentieren. Unkonventionelle Zugänge zur Musik sind Vague wichtig, weshalb sich die Band auch entschlossen hat, das Album selbst aufzunehmen und zu produzieren. 

Sänger und Gitarrist Simon Dallaserra meint dazu:

Mir kommt vor, dass oft die schönsten Dinge ohne Absicht oder gar aus irgendwelchen Fehlern heraus entstehen. Dieser Gedanke fördert einen sehr spielerischen und freien Zugang zur Musik. Manchmal orientieren wir uns einfach an einem bestimmten Gefühl, dass wir mit einem Song transportieren wollen. Sobald dann jeder in den Flow reinkommt und wir gemeinsam einer Idee zusteuern, kann etwas Neues daraus entstehen.“

Und in den Flow kommt man tatsächlich sehr schnell bei Land. Der Sound umhüllt einen, man kann sich fallen lassen, als Beifahrer fungieren, Autopilot einschalten und den Kopf durch das Fenster stecken. Während die Haare im Gesicht wehen, hört man schon das erste Wellenrauschen. Gitarren setzen ein, melancholischer, ehrlicher Gesang. Ein catchy Riff kommt hinzu, hebt den Song und die Hörer auf die nächste Stufe. Manchmal sind es bei Vague die kleinen Dinge, die das große Ganze ausmachen, etwa beim Song Second to nothing. Hier 3 Töne auf der Gitarre, dort zweistimmiger Gesang und schon ist man drin. Im Flow, der einen im Schnelldurchlauf vom ersten bis zum letzten Titel des Albums treibt.

Links und rechts fliegen einem Namen wie Milky Chance (Hey Johnny), MGMT, Joy Division, Tame Impala oder The Pixies um die Ohren, während epische Riffs sich wie Klangteppiche übereinander legen und der Vague-Zug einen abholt.
Wegdriften war noch nie so einfach. 

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© Kevin Pham

Minimalistischer Songaufbau, sparsam eingesetze Klangelemente und dennoch so viele Gefühle und Emotionen wie möglich transportieren – das schafft Vague mit diesem Album. Offen und unbekümmert wird über Themen wie Sehnsucht, Verliebtheit oder Schwerelosigkeit gesungen, leichtfüßiger Indie-Pop, Surfer-Rock oder Jazz- und Bossanova- Arrangements untermalen die Worte.
Wie das jetzt genau klingt? Nun, demnächst gibt es die Möglichkeit, das herauszufinden. Vague werden am 15. Juni ihr neues Album Land in der Arena Wien das erste Mal live spielen. Schnell noch Tickets für das Releasekonzert holen, die Vague-Anhängerschaft wird auch von Tag zu Tag größer. Wer nicht so lange warten will oder vorher ins Album reinhören möchte, Land gibt es unter anderem hier

Fragen zu Vague? Hier antworten sie euch (vielleicht). Und wer am 15.6. nicht kann, an folgenden Terminen könnt ihr die Band auch noch woanders sehen:
16. Juni –  Graz, Sub
17. Juni – Linz, Secretshow
18. Juni – Innsbruck, Dachsbau
20. Juni – Esslingen, Dieselstrasse
21. Juni – Dresden, Kukulida
23. Juni – Berlin, Internet Explorer

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